RehaSplint Knirschschiene
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RehaSplint Knirschschiene: Soforthilfe bei CMD-Beschwerden
Die temporäre Aufbissschiene zur sofortigen Entspannung der Kaumuskulatur. Mit der temporären Aufbissschiene schützen Sie Ihren Zahnschmelz und Ihre Zähne bei Pressen, Knirschen und vor schädlichem Abrieb. Sie löst adaptierte Schonhaltungen Ihres Unterkiefers oder gleicht okklusale Frühkontakte aus. Die Schiene in der praktischen Einheitsgröße lindert temporär und sofort CMD-Beschwerden. Sie ist in drei verschiedenen Härten erhältlich:
- Soft (≈40 Shore A)
- Medium (≈50 Shore A)
- Hard (≈60 Shore A)
Anwendung
Die Anwendung ist einfach – Sie setzen die Schiene einfach in den Mund ein und beißen leicht auf die symmetrischen Bisspolster. In der Regel können Sie die Schiene sofort einsetzen, ohne dass es einer Anpassung bedarf. Falls die Schiene Ihnen hinten zu lang ist, können Sie diese selbstständig kürzen. Der RehaSplint kann sowohl tagsüber als auch nachts getragen werden.
CMD-Symptome lindern
CMD macht sich durch verschiedene und vor allem unspezifische Beschwerden bemerkbar. Betroffene klagen nicht nur über Beschwerden im Kopf- und Rückenbereich, sondern auch über psychische Belastungen.
Der RehaSplint ist für viele Patienten mit verschiedenen Symptomen und Krankheitsgeschichten geeignet. Unsere Schiene sorgt für:
- Schmerzreduktion bei muskulären Schmerzen
- Entlastung der Kiefergelenke
- Abhilfe bei Tinnitus und Schwindel
- Muskuläre Entspannung im Bereich Kopf, Nacken, Schulter und oberer Rücken
- Nächtliches Knirschen oder Pressen der Zähne
Durch Schonhaltungen, Überbelastungen und Verspannungen im Kiefer kommt es oft zu muskulären Schmerzen. Wenn die Kiefergelenke auf ein Bindegewebe drücken, entstehen Schwindel und Tinnitus. Zähneknirschen oder Pressen sind natürliche Reaktionen, um Stress zu kompensieren.
RehaSplint Modelle: 3 Ausführungen
RehaSplint Soft
Die weiche Schiene, RehaSplint Soft (≈40 Shore A), ist besonders für sehr sensitive Patienten geeignet. Der RehaSplint Soft lässt sich auch tagsüber angenehm tragen. Bei Patienten, die nachts unter Schnarchen leiden, konnte die Schiene in Soft bisher sehr gute Resultate erzielen. Ideal auch für Sportler, um Kieferpressen bei Anstrengung zu kompensieren.
Eigenschaften & Vorteile:
- Höchster Tragekomfort
- Wirkt wie ein "Polster"
- Auch bei Schnarchen oft hilfreich
RehaSplint Medium
Die Anfänger-Schiene, RehaSplint Medium (≈50 Shore A), kombiniert die angenehme Haptik einer weicheren Schiene und die Belastbarkeit für stärkeres Knirschen oder Pressen. Wir empfehlen den Einstieg mit dem RehaSplint Medium. Falls Sie unsicher sind, ist dies der goldene Mittelweg. Die Stärke Medium kombiniert die angenehme Haptik einer weicheren Schiene mit der Belastbarkeit für stärkeres Knirschen.
Eigenschaften & Vorteile:
- Unsere Empfehlung für den Start
- Balance aus weich & stabil
- Mindeststärke 2mm zur Entlastung
RehaSplint Hard
Die harte Schiene, RehaSplint Hard (≈60 Shore A) ist besonders für den starken Bruxismus geeignet. Der RehaSplint Hard ist für Patienten mit starkem Bruxismus konzipiert. Er verhindert, dass sich der Kiefer in das Material "einbeißt" und bietet den höchsten Schutz für die Zahnsubstanz gegen Abrieb.
Eigenschaften & Vorteile:
- Widersteht extremem Kaudruck
- Kein "Kaugummi-Effekt"
- Maximaler Zahnschutz
Technische Merkmale
Auf den Innenseiten der Bisspolster sind kleine Vertiefungen, ähnlich wie bei einem Golfball, um eine bessere Retention an den Okklusalflächen des Oberkiefers zu erreichen. Die beiden Bisspolster haben eine leichte Keilform, um eine gleichmäßige okklusale Abstützung zu gewährleisten.
Indikationen und Anwendungsgebiete
1. Initiale Schienentherapie bei CMD
Der RehaSplint ist eine sofort anwendbare Aufbissschiene zum Schutz der Zähne. Bei Patienten, die typische Merkmale wie z.B. Zungeneinbisse oder auch Läsionen an den Wangen aufweisen, ist eine solche temporäre Schiene empfehlenswert. Auch bei Patienten die über typische Symptome einer CMD wie z.B. Kopfschmerzen, Kiefergelenksschmerzen etc. berichten, kann der RehaSplint sowohl als Erstversorgung hilfreich sein, als auch als Einstieg in die weitere Schienentherapie benutzt werden.
2. Die neuromuskuläre entspannte Position des Unterkiefers
Der RehaSplint löst adaptierte Schonhaltungen auf und kann bei längerem Tragen (mind. 30 min) den Unterkiefer in eine neuromuskuläre entspannte Position führen.
Nachdem man mit dem RehaSplint eine für den Patienten angenehme neuromuskuläre entspannte Position bestimmt hat, kann man diese Position mit Hilfe eines Bissregistrat registrieren. Da der RehaSplint anterior offen ist, kann man leicht ein Bissregistrat-Silikon zwischen den vorderen Zahnreihen einbringen. Dabei verbleibt der RehaSplint im Mund. Es ist auch möglich, die gefunden Position des Unterkieferes (UK) mit Hilfe eines Wachsbisses zu registrieren (z.B. BAUSCH Arti-Pink x-hard).
Mit Hilfe des neuromuskulären Bissregistrats werden anschließend die Modelle im Artikulator montiert, um im weiteren Verlauf der Therapie eine feste individuelle Okklusionsschiene in dieser neuromuskulären Position anzufertigen. Eine Übertragung der anatomischen Position des Oberkiefers mit Hilfe eines Gesichtsbogens ist ebenfalls vor dem Einartikulieren der Modelle empfehlenswert.
3. RehaSplint als Diagnostikum
Bei Patienten mit typischen Symptomen einer Cranio Mandibulären Dysfunktion (CMD) bzw. Myoarthropathie kann der RehaSplint zur Differenzialdiagnose eingesetzt werden.
Der Diagnose-Ablauf:
1. Initiale Testphase (24 Stunden) Zur Prüfung, ob sich der Schmerzzustand ändert, trägt der Patient den RehaSplint zunächst kurzzeitig über einen Zeitraum von 24 Stunden.
2. Auswertung der klinischen Reaktion
Szenario A: Deutliche Linderung der Beschwerden
- Ursache: Es ist von einer neuromuskulären Ursache auszugehen. Die weichen Bisspolster kompensieren störende Frühkontakte (okklusale Interferenzen), wodurch adaptierte Schonhaltungen aufgelöst werden.
- Weiteres Vorgehen: Der Patient trägt den RehaSplint als temporäre Schiene über 2–4 Wochen, bis die Anfertigung der individuellen Okklusionsschiene erfolgt.
Szenario B: Keine merkliche Linderung
- Ursache: Die Beschwerden sind wahrscheinlich durch andere Faktoren überlagert (multifaktorielle Diagnosen). Dazu zählen beispielsweise eine Verlagerung des Diskus oder eine Entzündung der Gelenkkapsel.
- Weiteres Vorgehen: Vor der weiteren Behandlung sollte eine umfassende Diagnose mit anderen Techniken erfolgen (z. B. manuelle Strukturanalyse nach Prof. Axel Buman oder elektronische Aufzeichnung der Kiefergelenksbewegungen).
Medizinische Hintergründe: Wirkungsweise und Pathologie
Okklusale Interferenzen sind ein möglicher ätiologischer Faktor für eine solche Myoarthropathie. Jede Restauration, Extraktion, prothetische Versorgung sowie kieferorthopädische Behandlungen verändern immer die Okklusion in Statik und Dynamik. Schon kleinste okklusale Interferenzen im µm-Bereich werden über die propriorezeptiven Informationen des stomatognathen Systems als störend empfunden.
Dadurch kommt es zu Adaptionsmechanismen, die zu einer funktionellen Überbelastung des craniomandibulären Systems führen können. Bei Patienten, die nach neuen Füllungen, Kronen, Brücken und kieferorthopädischen Behandlungen über die typischen Symptome des CMD-Syndroms klagen, sollte die Okklusion eingehend geprüft werden. Frühkontakte werden oft als unangenehm empfunden. Die Zähne haben eine reflektorische Funktion, die durch die Propiorezeptoren im Zahnhalteapparat, Zahnkontakte sowie Frühkontakte, sofort registrieren. Über diesen Regelkreis werden die Kaukraft und somit die Muskelfunktion gesteuert.
Ist dieser Regelkreis durch eine okklusale Interferenz gestört, versucht der Patient, diese zu kompensieren, indem er eine neue HIKP = habituelle Interkuspidation (nicht physiologische Position) einnimmt, mit den entsprechenden Folgen für die beteiligten Gewebestrukturen. Durch die weichen Bisspolster des RehaSplints werden solche störenden Frühkontakte kompensiert und der Unterkiefer kann sich frei bewegen. Adaptierte Schonhaltung werden schnell aufgelöst werden und der Patient nimmt eine beschwerdefreie neuromuskuläre Position ein.
Sollte der Patient über keine merkliche Linderung der Beschwerden berichten, sind die neuromuskuläre Beschwerden wahrscheinlich durch andere Ursachen überlagert. Solche multifaktoriellen Diagnosen können z.B. bereits eine Verlagerung des Diskus oder auch schon eine Entzündung der Gelenkkapsel sein. Daher sollte vor einer weiteren Behandlung mit dem RehaSplint erst eine umfassende Diagnose mit anderen Techniken oder diagnosespezifischen Instrumenten vorgenommen werden.
Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang die manuelle Strukturanalyse nach Prof. Axel Buman und auch elektronische Geräte zum Aufzeichnen der Kiefergelenksbewegungen (ZEBRIS JMA, Bluefox, Arcus Digma, Axioquick (SAM)). Auch das von uns hergestellte AFR-Mini-Reg System kann für eine einfache Bestimmung der Kiefergelenksbewegungen verwendet werden.
Somit kann der RehaSplint als schnelles initiales Diagnostikum eingesetzt werden, um zu prüfen, ob sich der Schmerzzustand beim Patient ändert (besser, gleichbleibend, schlechter).
Sind Verbesserungen festzustellen, kann der Patient den RehaSplint als temporäre Schiene über einen Zeitraum von (2-4 Wochen) bis zur Anfertigung seiner individuellen Okklusionsschiene tragen.
Product Information
| Manufacturer | Dentrade GmbH & Co.KG |
|---|---|
| Size | Einheitsgröße für Erwachsenengebiss, selbstständig kürzbar |
| Features | Anterior offen, keine scharfen Ecken oder Kanten, biokompatibel, geeignet für sensible Patienten |
| Material | Elastomer aus biokompatiblem, flexiblem Kunststoff |
| Tragedauer | Tagsüber und nachts möglich, temporäre Nutzung vorgesehen |
| Härtegrade | Soft (≈40 Shore A), Medium (≈50 Shore A), Hard (≈60 Shore A) |
| Bispolster Design | Symmetrische Bisspolster mit Vertiefungen ähnlich Golfball für bessere Retention, leichte Keilform für gleichmäßige okklusale Abstützung |
| Tragedauer Therapie | 2-4 Wochen bis Anfertigung individueller Okklusionsschiene |